Halloween ohne Grusel!

Und schon ist der Sommer vorbei. Einige Monate und viele Ereignisse sind seit meinem letzten Post vergangen und irgendwie hatte ich in den letzten Wochen auch mal wieder nicht wirklich Zeit (etwas mit Sinn und Verstand) zu schreiben.

Aber heute ist es mir mal wieder danach und ich hoffe sehr, dass das in den nächsten Wochen wieder häufiger vorkommt. Eigentlich wollte ich nähen, habe aber fürchterliche Rückenschmerzen bekommen, sodass die Couch einfach verlockender war. Wird auch nichts tiefgründiges heute, nur ein bisschen was für Kind und Kegel und um wieder reinzukommen.

Halloween steht vor der Tür und so wirklich wehren kann man sich ja hier  mittlerweile auch nicht mehr dagegen, vor allem nicht mit Kindern. Trotzdem muss ich sagen, dass ich mit diesem ganzen Totenkopf-Grusel-Kram nichts anfangen kann. Zu makaber. Zum Glück sind die Kinder auch nicht auf gruseln aus, also haben wir am letzten Sonntag Halloweendeko OHNE Grusel gebastelt. Heraus kam das:

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Und natürlich der Kürbis vor der Tür:

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Eigentlich braucht’s keine Anleitung, die Sachen waren echt einfach zu basteln und die ganze Familie konnte mitmachen, inklusive Papa, der die Häuser mit Autolack einsprühen durfte.

Zum Kürbis habe ich vorher noch den Tipp gelesen, dass man ihn innen mit Salz einreiben soll, damit er weniger schnell schimmelt. Das Salz hat zumindest mal eine Menge Wasser gezogen, das ich einen ganzen Tag lang weggeschüttet habe. Ob das mit dem Schimmel stimmt, wird sich zeigen. Wir haben uns aber dieses Jahr mal ein Set zum Schnitzen gegönnt, das sein Geld wert war und auch von Kindern gefahrlos benutzt werden kann.

Achja, beleuchtet wird alles sicherheitshalber nur mit elektrischen Teelichtern.

Making memories

Kennt doch jeder, oder? Diese Tage, die scheinbar komplett schief gehen und an denen auch so gar nichts gelingen will. Verschlafen, Lidstrich erinnert eher an Zebrastreifen, Kinder machen auch nicht was sie sollen, Stau, mal wieder ungesund gegessen den ganzen Tag und keinen Schritt vor die Tür gemacht, Chef spricht spanisch, Kollege schlecht gelaunt und und und. Habe ich scheinbar geschrieben? Ohja! Denn bei näherem Hinsehen gibt’s doch meistens trotzdem noch etwas Schönes. Und seien es nur die ersten Frühlingssonnenstrahlen auf dem Sprint vom Auto ins Büro. Oder das unerwartete Kompliment für das im Schweinsgalopp zusammengepflückte Outfit. Freut man sich drüber. Vergisst man aber auch oft schnell wieder. Bei meinen Kindern habe ich alle „Highlights“ beim Sprechen lernen aufgeschrieben, warum sollten wir Großen das nicht auch bei unseren täglichen Highlights tun?

Überraschung! Es gibt eine schöne Idee dazu: Der unendliche Karteikartenkalender. Mir ist leider noch kein besserer Name eingefallen, aber vielleicht hat ja jemand einen Einfall.

Und was mach ich jetzt damit?

Ziel ist es nicht, jeden Abend einen riesigen Tagebucheintrag  zu verfassen (ich bewundere alle, die das regelmäßig schaffen), sondern einfach nur in einem Satz eine Besonderheit des Tages zu notieren. Und das Ganze ist unendlich, weil jede Karte nur mit dem Datum (ohne Jahr) beschriftet wird. Und gefüllt wird die Karte dann jedes Jahr auf’s Neue. Jahreszahl hinschreiben, schöne Erinnerung an den Tag dazu, und die Karte wandert nach hinten. Ein Jahr später taucht sie wieder auf und sorgt hoffentlich erstmal für Freude bei dem Gedanken an dies und jenes Ereignis aus der Vergangenheit. Oder auch für Erstaunen. Ist das wirklich schon so lange her? Hab ich ja gar nicht mehr dran gedacht. Und ergänzt um den aktuellen Gedanken verschwindet das Kärtchen wieder für ein Jahr.
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Was brauchst Du?

  • Mindestens 366 Karteikarten (ich nehme weiße linierte in A6)
  • Eine schöne Schachtel (mein Favorit ist die Fotobox aus der Serie S.O.H.O. von Rössler. Sie ist richtig schick, es gibt sie in vielen Farben und sie sieht aus, als würde sie ihren Zweck wie geplant über viele Jahre erfüllen)

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  • Washi-Tape
  • Verschiedene Stifte
  • ein bisschen Zeit und Geduld

Wie funktioniert’s?

Erstmal werden alle Karten beschriftet. Das dauert und ist ziemlich öde. Alternativ könnte man auch einen Stempel benutzen oder aber die Daten am Laptop vorbereiten und dann ausdrucken. Arbeit ist es allemal, aber bei den beiden Alternativen ist wenigstens die Schrift immer gleich.

Damit ist der größte Teil der Arbeit auch schon erledigt, was noch fehlt, sind Trennblätter für die Monate. Hierzu habe ich einfach zwölf Karteikarten hochkant gelegt und so zugeschnitten, dass sie etwas über die übrigen Karten hinausragen. Beklebt mit Washi-Tape und dann mit dem Monat oder nur der Zahl beschriftet sind die Trenner schnell fertig. Eine schöne Idee sind auch Postkarten oder andere schöne Papiere…

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Wenn’s ein Geschenk werden soll, ist eine kleine Anleitung als erste Karte sicher sinnvoll und schon kann’s losgehen.

 

Mein Kalender wird im Sommer drei Jahre alt und ich bin ganz stolz, dass ich schon so lange durchhalte. Und neben der Tatsache, dass ich einen kleinen Schatz für meine Kinder schaffe (die das hoffentlich zu schätzen wissen :-)) hat der Kalender für mich mindestens den positiven Effekt, dass ich im Alltag viel mehr auf die schönen Dinge im Leben achte. Und wenn auch nur aus dem Grund, damit ich weiß, was ich abends aufschreiben kann. 😉

Jemand Lust auf Sushi?

..und nein, es gibt nichts zu Essen… Dafür aber eine tolle Bastelidee, die die liebe Olga gefunden hat. Und als alter Bastelprofi war sie so nett, mir Fotos zu machen, damit ich die Idee weitergeben kann.

Dazu sind die Sushis auch noch an Groß und Klein verschenkbar. Als schöne Verpackung für ein Geldgeschenk oder für die Kleinen als Kaufladeninventar.

„Erfunden“ hat das Sushi Valentina von raumdinge.de und als ich mir ihre Seite grade angeschaut habe, habe ich mit Begeisterung gesehen, dass es noch viel mehr Kaufladenzubehör zum Selbermachen gibt. Tolle, kreative Ideen, die wirklich leicht nachzumachen sind, eventuell sogar mit Hilfe der Kaufladeninhaber…Und dazu noch jede Menge andere Inspirationen und Anleitungen für Feiern, Deko, Basteln und und und. Definitiv einen Besuch wert und ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich heute nicht so viel Arbeit mit Fotos etc. habe und gleich noch ein bisschen stöbern gehen kann.

Jetzt aber zum Sushi. Hier ist die Anleitung dazu inklusive Druckvorlage für die Banderole, damit’s auch so richtig echt aussieht.

Haupt“zutat“ ist Filz, in allen Sushi-Schattierungen:

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Filz ist eine feine Sache, weil er nicht ausfranst und darum nicht versäubert werden muss. In der Anleitung wird viel geklebt, aber wenn’s insbesondere kleine Kinder im Kaufladen verkaufen sollen und eventuell auch mal „kosten“, ist Nadel und Faden sicher die gesündere und haltbarere Variante.

Los geht’s mit Zuschneiden nach den Vorlagen aus der Anleitung in Originalgröße. Die leckeren Makis werden eigentlich nur aus Streifen gearbeitet:

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Fertig. Sehen toll aus, oder?

Weiter geht’s mit verschiedenen Nigiris:

Der Reis und der Lachs werden rundherum mit passendem Garn umnäht und dann mit etwas Füllwatte ausgestopft. Mein Favorit ist für sowas immer die Watte aus den billigsten Kissen von IKEA, kosten unter einem Euro und die Sachen können im Zweifelsfall auch mal in die Waschmaschine, ohne dass man das Teil nachher wegwerfen muss, weil die Watte vermatscht ist.

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Alge drum und auch die zweite Portion ist fertig.

Jetzt noch alles in eine schöne Plastikbox packen, den Soja-Fisch und eventuell etwas Wasabi nicht vergessen, Banderole drum, Stäbchen dazu und fertig. Ich werde es auf jeden Fall auch mal nachbasteln und hoffe Ihr seid so begeistert wie ich.

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Habt eine schöne neue Woche!

Torten dekorieren

Frühlingszeit, Osterzeit, die ersten Sonnenstrahlen wurden diese Woche gesichtet, der Winterblues verschwindet langsam und es ist Zeit, Heim und Hof auf die Feiertage vorzubereiten.

Die ersten Ostereier haben wir schon dekoriert, den Esstisch mit Tulpen dekoriert und die Frühlingssonne bei einem Spaziergang genossen. Den Abschluss meiner Woche bildete ein Torten-Dekorierkurs, auf den ich mich schon lange gefreut habe.

Zusammenfassung vorab:

  1. Vorbereitung ist alles
  2. Ja, das ganze Material braucht man wirklich
  3. Es ist gar nicht mal so schwer wie es aussieht
  4. Fertiger Fondant ist schön und gut, aber selbst färben ist gar nicht schwer und bringt tolle Ergebnisse
  5. Wie spricht man das nun aus? Ich weiß es immer noch nicht.

Klar habe ich nach mittlerweile neun Kindergeburtstagen schon Kuchendekorationen hinter mir, aber trotz aller Liebe und Mühe war immer noch eine Menge Verbesserungspotenzial.

Als meine Mutter mir neulich erzählte, dass eine alte Bekannte richtig tolle Torten dekoriert und ich sie auf Facebook bewundern konnte, kam wieder der altebekannte Gedanke: So schwer kann das doch nicht sein! Und zum Glück habe ich gesehen, dass sie Kurse dazu anbietet. Also los. Der Kurs dauerte fünfeinhalb Stunden und ich bin jetzt hochmotiviert und gewappnet für die nächsten Feierlichkeiten.

Aber von vorne: Mit der Anmeldebestätigung kam eine riesige Liste mit Utensilien, die wir mitbringen sollten. Von der Klarsichthülle über Einweghandschuhe, Pizzaschneider und Knoblauchpresse war so ziemlich alles dabei. Also musste die große Tasche her. Den optionalen Drehteller habe ich mir noch aus der aktuellen Tchibo-Kollektion gesichert und war nachher richtig glücklich darüber.

Neben dem ganzen Gepäck, hatte ich auch noch in der Küche zu tun. Wir brauchten einen trockenen, fest gebackenen, nicht zu hohen (seit wann kann ich das beeinflussen?? :-)) Kuchen sowie eine Ganache. Zum Glück wurde ein Rezept mitgeliefert, das ich definitiv weiter benutzen werde: Wunderkuchen!

Das Rezept gibt’s überall im Internet, hier ist die Version, die ich gebacken habe:

 

Zutaten:
4 Eier
200g Zucker
200ml Öl
200ml kohlensäurefreie Flüssigkeit. Ich habe Buttermilch genommen, es geht aber auch Joghurt, Milch, Saft, Eierlikör, Baileys und und und….
300g Mehl
1 Päckchen Backpulver
Zubereitung:
1. Eier und Zucker schaumig rühren
2. Abwechselnd Öl und die ausgesuchte Flüssigkeit dazugeben
3. Mehl und Backpulver sieben und dazugeben
FERTIG! Toll, oder?
4. Ab in die gefettete Springform und 35 bis 40 Minuten bei 180°C (Ober-/Unterhitze) backen
Was ich daran echt klasse finde: Dadurch, dass man die Flüssigkeit so frei wählen kann, kann man ihn mit allen möglichen Füllungen und Geschmäckern variieren. Wenn’s schokoladig werden soll, helfen sicher ein paar Esslöffel Kakaopulver, das probiere ich demnächst mal aus.
Natürlich ist mein Kuchen NICHT gleichmäßig hoch gebacken sondern hatte einen Hubbel in der Mitte. Aber hierzu hat mir die liebe Daniela schon einen guten Tip gegeben: Von Wilton gibt es Bake even Strips, die man angefeuchtet rund um die Form legen kann, und die dann dafür sorgen, dass nicht am Rand gleich alles festbackt, sondern der Kuchen gleichmäßig hochgeht. –> Auf die Einkaufsliste!
Mein Trick, das gute Stück auf eine einheitliche Höhe zu bringen, war das schnelle Stürzen auf ein Kuchengitter. Hat auch geklappt, war aber nicht die eleganteste Lösung. Mein Ergebnis:
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Vorbereitung Nummer zwei: Die Ganache! Auch dafür gibt’s tausende Rezepte online. Da ich am liebsten Vollmilchschokolade mag, habe ich 200ml Sahne aufgekocht und dann 300g Vollmilchraspel (für alle, die zu faul zum selber raspeln sind) darin aufgelöst. Ab in den Kühlschrank damit und früh genug wieder rausnehmen, damit sie am nächsten Tag zur Verarbeitung auf Zimmertemperatur ist. Bei Zartbitter oder weißer Schokolade, verändert sich wegen der Konsistenz die Menge der Schokolade. Einfach googlen!
Tasche gepackt, Kuchen gebacken, Ganache zubereitet, Strecke rausgesucht, let’s go!
Pünktlich um zehn haben wir uns alle getroffen, elf kreative Zuckerbäckerinnen aller Altersstufen und unsere beiden Kursleiterinnen.
Schritt 1: Kuchen vorbereiten. Hier kann man entweder überschüssigen Kuchen abschneiden oder aber den Kuchen einfach umdrehen, damit er eine ebenmäßige Oberfläche hat.
Schritt 2 (optional): Kuchen einmal halbieren, um ihn zu füllen. Das kann man mit Ganache oder auch mit Buttercreme, Marmelade etc. tun. Ich hab’s für diesmal sein gelassen, werde aber sicher bei der nächsten Torte damit arbeiten. Fehlt nur noch ein ordentliches Messer –> Auf die Einkaufsliste.
Was natürlich auch geht: Verschiedene Tortenböden backen und diese dann mit Füllung abwechselnd aufeinander stapeln. Hier sind allerdings mehrere Backformen sehr nützlich, weil es sonst ewig dauert. –> Auf die Einkaufsliste! Und es gibt wohl auch fertige Böden in einer Größe zu kaufen, habe ich allerdings noch nie gesehen.
Schritt 3: Kuchen mit Ganache einstreichen. Erst am Rand und dann obendrauf. Ziel ist es zum einen, die Kuchenkrümel zu bändigen, damit sie keine Knubbel im Fondant verursachen und zum anderen, die Oberfläche möglichst glatt zu kriegen, damit die Fondantdecke ordentlich aussieht.
Am besten klappt das mit einer Palette. Und am allerbesten hat man auch hier genug Zeit, sodass man den Kuchen zweimal einstreichen und dazwischen die Ganache im Kühlschrank fest werden lassen kann. Wenn dann danach noch Unebenheiten da sind, kann man diese einfach nochmal mit einer in heißes Wasser getauchten Palette beseitigen. Mein Ergebnis (ohne Kühlschrank und Co.):
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Schritt 4: Jetzt geht’s ans Eingemachte: Ein Kilo Fondant will verarbeitet werden. Das wirkt auf den ersten Blick sehr sehr viel, reicht aber am Ende fast genau für eine Torte.
Wo gibt’s Ideen für Torten? Natürlich bei Pinterest (oder auch bei Google). Ich stelle mal einen Link ein, werde aber sicher demnächst noch einen eigenen Artikel dazu schreiben:

Beim ersten Durchscrollen dachte ich: „Das schaffst du nieeee!“ Von wegen. Mit ein paar Tricks und Kniffen können auch Anfänger echt tolle Ergebnisse erzielen. Ich habe mich also mal grob für eine Wiese mit Blumen und Küken und einem Lämmchen entschieden und konnte loslegen.

Der Fondant muss geknetet werden und zwar z.B. für die Decke an einem Stück. Dafür reichen ca. 500g. Zum Färben dürfen keine „normalen“ Lebensmittelfarben verwendet werden, weil sie meist auf Wasserbasis sind und den Fondant aufweichen. Benötigt werden Gelfarben. Die gibt’s zum Beispiel in Achter-Sets, sind sehr ergiebig und können beliebig untereinander gemischt werden. Und wichtig: Handschuhe anziehen!

Und auch noch wichtig: Den restlichen Fondant sofort luftdicht in Frischhaltefolie einwickeln, da er sehr sehr schnell an der Luft trocknet!

Nachdem der Fondant also geknetet und gefärbt ist, kann er ausgerollt werden. Ich konnte dazu endlich mal mein spezielles Werkzeug benutzen, das es für ein paar Euro zu kaufen gibt. Mit der Rolle lässt sich gleichmäßig Druck ausüben, sodass der Fondant schön dünn ausgerollt werden kann. Außerdem sind dort zwei Ringe dran, mit denen man quasi einstellen kann, wie hoch der Fondant werden soll.

Beim Ausrollen ist wichtig: Vorher die Arbeitsfläche mit Speisestärke oder Puderzucker einstäuben. Die Stärke kann man beispielsweise gut mit einem NEUEN Nylonstrumpf verteilen. Beim Ausrollen habe ich darauf geachtet, dass ich die Decke nicht immer umdrehe, auch wenn es verlockend war, sondern habe sie immer nur ein Stück weitergedreht, damit die Stärke untendrunter bleibt und nicht nachher auf der Torte zu sehen ist. Auch noch wichtig: Die Decke muss ein gutes Stück größer sein als die Torte, damit sich Falten am Rand schön ausstreichen lassen können. Mit ein bisschen Mut und Schwung landet die Decke auf der Torte:

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Wer nicht sicher ist, ob die Decke hält, kann die Ganache vorher mit einem Kleber einstreichen, der aus einem Teil Zucker und einem Teil Wasser hergestellt wird. Die beiden Zutaten zusammen aufkochen und abkühlen lassen. Die Decke wird dann erst mit den Händen und anschließend mit einem Glättwerkzeug glatt gestrichen und erhält dadurch auch noch einen leicht seidigen Glanz.

Der Rand ist eine Herausforderung, weil er ja wirklich glatt und ordentlich werden soll. Wenn er mit etwas Gefühl an allen Seiten glatt anliegt, kann der überstehende Rand unten mit einem Pizzaschneider abgeschnitten werden. Hier wichtig: Nicht zu knapp schneiden, damit nachher keine Lücken entstehen.

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Mein Rand ist nicht perfekt, ist aber auch nicht weiter schlimm, weil er nachher mit einer Bordüre, einem Band o.ä. kaschiert werden kann.

Auch in unserer Backstube machte sich Frühlingsstimmung breit, sodass wir uns überwiegend für grüne Decken entschieden. Hier sieht man ganz gut, welchen Unterschied es macht, ob man viel oder wenig Gelfarbe benutzt. Jede Decke ist mit der gleichen Ausgangsfarbe eingefärbt.

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Für die nächsten Schritte hatte die Torte erstmal Pause. Jetzt färbten wir unseren restlichen Fondant in allen Farben und Mengen so ein, wie wir ihn nachher für unsere Deko brauchten. Also Einweghandschuhe an, färben, kneten, in Frischhaltefolie einwickeln, Handschuhe aus, neue Handschuhe an, nächste Farbe, färben, kneten, Frischfolie, Handschuhe……….Für große Figuren oder zum Beispiel Schleifen, die besonders stabil sein müssen, oder einen guten Stand haben sollen, sollte an dieser Stelle noch etwas Kukident-Haftpulver in die Masse eingeknetet werden (Pi mal Daumen ein Teelöffel Kukident auf 500g Fondant und wenn Zeit genug ist, auch nochmal ein paar Stunden warten)

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Und vor dem Formen: Pause!

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Nun beim Formen sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt und es macht wirklich Spaß. Bei den nächsten Torten zu hause werde ich bestimmt auch meine kneterfahrenen Mädels mitmachen lassen. Es gibt spezielle Ausstechformen zur Kuchendeko, die auch auf meiner Einkaufsliste gelandet sind, aber auch mit ein bisschen Fingerspitzengefühl, der Knoblauchpresse, dem Werkzeugset, eventuell einer kleinen Schere und dem Pizzaschneider lassen sich schon tolle Ergebnisse erzielen.

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Die Blümchen können leicht mit dem Werkzeug in Form gebracht werden, sodass sie dreidimensional wirken. Ein anderer Trick ist es, sie in eine leere Toffifee-Packung zu legen, dann biegen sich die Blütenblätter ein bisschen nach oben.

Wenn der Fondant schon ein bisschen angetrocknet ist, kann man schonmal eine kleine „Stellprobe“ der großen Deko-Elemente machen, ohne dass was festklebt und Löcher macht.

Ein Tipp zum bemalen von Figuren: Die Gelfarbe mit einem bisschen Alkohol (z.B. Wodka) und einem Pinsel auftragen. Das aber am besten zum Schluss, damit nichts mehr verwischt.

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Damit dann am Ende alles hält, werden die Deko-Elemente mit einem klitzekleinen Tropfen Wasser oder dem oben beschriebenen Kleber auf der Decke festgeklebt und halten dann auch am Rand – tadaaaa, fertig:

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Wir waren alle mächtig stolz – vollkommen zu Recht wie ich meine!! Und nochmal: Wir waren alle blutige Anfängerinnen!

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Und nachdem mein Meisterwerk dann auch noch ca. 100km Autofahrt recht gut überstanden hatte, wurde es heute dann doch gegessen: IMG_20160320_155436  IMG_20160320_160221

Ja sicher, man kann das auch bei youtube nachschauen oder nach einer Schritt-für-Schritt-Anleitung aus einem Buch oder aus dem Internet machen, aber ich kann nur empfehlen, einen Kurs zu besuchen. Zum einen nimmt man sich hier wirklich die Zeit und zum anderen herrschte bei uns eine richtig tolle Atmosphäre, bei der Ideen, Tips und auch Werkzeuge ausgetauscht wurden, was zu hause ja nunmal einfach nicht geht.

An dieser Stelle nochmal ein Dankeschön an unsere Kursleiterinnen Susi und Sabine für die Starthilfe ins neue Hobby!

 

Socken-Memory

Na, heute auch schon gezockt? Zu einer meiner (gezwungenermaßen) Lieblingsbeschäftigungen am Sonntag gehört „die Wäsch“. Das heißt mindestens vier Maschinen zusammensuchen, sortieren, waschen, trocknen, falten und wenn’s sein muss auch bügeln. Die Krönung des ganzen: Socken sortieren. Das ist nun wirklich kein Spaß, darum haben wir der Plagerei wenigstens einen netten Namen gegeben: „Socken-Memory“. Das animiert mit ein bisschen Glück auch noch zwei fleißige Helfer. Aber zugegebenermaßen ist das bei gefühlten 90% schwarzen Strümpfen kein Spaß.

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Darum habe ich die ganze Sache ein bisschen verschönert und zwar hiermit:

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Supereinfach, man nehme:

einen IKEA-Bilderrahmen,

ein Stück Pappe,

einen dicken schwarzen Stift,

fünf Holz-Wäscheklammern

und am besten die Heißklebepistole.

Ich denke die Anleitung kann ich mir sparen. 🙂

Quelle (wie fast immer): Pinterest!

 

 

52-Week-Money-Saving-Challenge

Was ich noch eigentlich erzählen wollte: Neben mehr Abnehmen, mehr Lesen undsoweiter habe ich noch eine Challenge gestartet dieses Jahr: Die 52-Week-Money-Saving-Challenge. Hatte ich letztes Jahr schon vor, aber wie das immer so geht. Jetzt war’s aber soweit.

Ist auch eigentlich ganz einfach: Man fängt in KW 1 an mit einem Euro, in KW 2 kommen zwei Euros ins Glas usw. und irgendwann wird’s dann teuer bis in der letzten Woche 52 Euro ins Glas wandern und mit ein bisschen Durchhaltevermögen eine Summe von stolzen 1378 Euro entstanden ist! Nicht schlecht, oder? Zur Motivation habe ich mir ein schönes Glas ausgesucht, nämlich das von einer abgebrannten Yankee Candle (wie kriegt man das Wachs raus? Einfach ab in den Gefrierschrank für einen Tag und es geht ganz leicht). Das passende Schild für vornedrauf gibt’s bei Google oder Pinterest.

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Jetzt gibt’s da natürlich noch etliche Varianten, man könnte den Betrag verkleinern mit Cents oder vergrößern mit 10 Euro pro Woche. Oder aber rückwärts sparen und mit den 52 Euro anfangen oder oder oder. Heute habe ich mit meinen 21 Euro schon ganze 1,5% des Ziels erreicht. Woooooow. 🙂

Hier ist noch ein Link zu einer ganz hübschen Tabelle für die Challenge:

Money-Challenge-Tabelle

Origami Market Bag

Donnerstag! Wochenende! Was will man mehr? Und es liegt eine echt gute Woche hinter mir. Ich habe Blumen bekommen für einen klitzekleinen Gefallen und mich so sehr darüber gefreut, mein Bastelbuch, das ich bei der lieben Svenja (www.meinesvenja.de) gewonnen habe, ist heute angekommen, ich habe erfahren, dass ich bei einem tollen Trnd-Projekt mitmachen darf (dazu gibt’s später mehr), für meine Schlussverkaufsjacke und das schicke und vollkommen überflüssige Kleidchen wurden mir nachträglich nochmal 20% Rabatt gewährt und heute konnte ich noch einem lieben Menschen eine überraschende Freude machen. Und wenn ich überlege, fällt mir noch viel mehr Schönes ein. Muss man sich manchmal einfach bewusst machen.

Aber das ist ja nicht das Thema, denn fleißig war ich auch und habe ein neues Tutorial ausprobiert. Eigentlich nähe ich nicht so gerne Taschen, weil ich am Ende eigentlich doch immer dieselbe benutze, aber das musste ich einfach ausprobieren: Den Origami Market Bag. Hier mein Ergebnis (ich fürchte ich werde noch ein besseres Foto machen müssen)

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Das Original ist scheinbar das hier: Lola Novas Origami Market Bag

aber ich habe hiernach genäht: Link zu Marja Katz‘ Origami Bag

Und was habe ich gelernt dabei? Erst die Anleitung KOMPLETT lesen! Ich wollte die Tasche doppelt nähen, mache ich meistens, weil das für mich ordentlicher aussieht und habe erst vorm Zusammennähen festgestellt, dass ich die beiden Teile spiegelverkehrt hätte ausschneiden müssen. Nunja. Mit ein bisschen gutem Willen und wenn man nicht so genau hinguckt, ist die Tasche doch sehr hübsch geworden. Die schönen Stoffe gab’s bei Tedox für kleines Geld und es war sicher nicht die letzte, die ich genäht habe.

Let it snow!

Auf vielfachen Wunsch meines treuesten Lesers, mein dritter Post (wow!):

Januar, kein Schnee weit und breit und dazu noch Regenwetter? Um dem Lagerkoller vorzubeugen, haben wir gebastelt und das kam dabei heraus.

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Man nehme:

  • Leinwand
  • Acryl- oder Wasserfarben
  • Stoffreste
  • Füße 🙂

Die Idee gab’s bei Pinterest und mit meinen beiden fleißigen Helfern war es schnell fertig und wir hatten viel Spaß.